E-Liquid selber mischen – Anleitung & Tipps
Stell dir vor, du kreierst dein eigenes E-Liquid ganz nach deinem Geschmack! In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du dein E-Liquid selber mischen kannst. Von der Auswahl der Zutaten bis hin zur perfekten Rezeptur erfährst du alles, was du wissen musst, um deine individuellen Dampfvorlieben zu verwirklichen.
Natürlich kannst du nicht sofort ein erstklassiges Premium-E-Liquid zaubern. Genau deshalb haben wir diese Anleitung erstellt – damit du den perfekten Start hast.
Teil 1: Grundlagen des E-Liquid selber mischen
Das richtige Liquidrezept zu entwickeln, eröffnet dir eine Welt voller Geschmacksmöglichkeiten. Hier sind die wichtigsten Schritte ideal für Einsteiger. Bist Du eher ein Quereinsteiger Typ, dann gehe gleich zu Teil 2.
1. Auswahl der Basisflüssigkeiten
Ein DIY E-Liquid besteht grundsätzlich aus zwei Hauptbestandteilen: Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glycerin (VG). Das richtige Mischverhältnis beeinflusst die Dampfproduktion und das Mundgefühl erheblich. Eine gängige Wahl ist ein 50/50-Verhältnis, das sowohl eine angenehme Dampfentwicklung als auch ein ausgewogenes Geschmackserlebnis bietet. Möchtest du mehr Dampf, erhöhe den VG-Anteil, für intensiveren Geschmack wähle mehr PG. Wir persönlich dampfen 70/30 und 65/35.
2. Die richtige Aroma-Auswahl – Aroma Pairing
Hier ist Kreativität gefragt! Wähle aus einer Vielzahl natürlicher oder künstlicher Aromen, um deine individuelle Mischung zu kreieren. Ob fruchtig, cremig oder erfrischend – die Möglichkeiten sind nahezu endlos. Achte darauf, qualitativ hochwertige Aromen zu verwenden, um ein authentisches Geschmackserlebnis zu erzielen. Ein guter Ausgangspunkt ist eine Gesamt – Aroma – Dosierung von 8 bis 15 Prozent der Gesamtmenge. Aber auch hier gilt, mische es so wie es dir am besten schmeckt. Des weiteren empfehlen wir dir, die Aromen zu paaren. Ja Paaren 🙂
2.1 Aroma Pairing
Geschmack ist ein wertvolles Erlebnis für Feinschmecker und Dampfer. Der wichtigste Schritt bei der Herstellung deines eigenen E-Liquids ist die Auswahl der passenden Lebensmittelaromen. Damit du bestens vorbereitet bist, haben wir eine praktische E-Liquid-Aroma-Paarungstabelle für dich zusammengestellt. Es gibt zwei Varianten: eine für Experimentierfreudige und eine mit bewährten Mischungen. Die Quellangaben findest du am Ende dieses Artikels.
Aroma Pairings Übersicht für bekannte Mischungen
Aroma Pairings Übersicht für Experimentierfreudige
3. Die richtige Nikotinmenge
Falls du ein nikotinhaltiges Liquid bevorzugst, musst du die passende Menge Nikotinbase hinzufügen. Die Stärke hängt von deinen persönlichen Vorlieben ab. Wir empfehlen Grundsätzlich ohne Nikotin zu mischen bis das Rezept steht.
4. Abmessen und Mischen
Präzises Abmessen ist essenziell, um ein konsistentes Ergebnis zu erzielen. Nutze eine Feinwaage, um die Zutaten genau zu dosieren. Fülle die Basisflüssigkeiten, das Aroma und gegebenenfalls die Nikotinbase in eine Mischflasche und schüttle die Mischung gründlich durch, damit sich die Zutaten optimal verbinden. Wer dickflüssige Mischung bevorzugt wie wir, dann kannst du deine Flasche auch in ein warmes Bad legen bis der Inhalt flüssiger wird. Danach gut schütteln und mindestens 24h warten vor dem ersten Lecktest.
5. Reifezeit beachten
Einige Aromen entfalten ihr volles Potenzial erst nach einer gewissen Reifezeit. Lasse dein frisch gemischtes Liquid einige Tage bis Wochen stehen, damit sich die Aromen harmonisch entfalten können. Geduld zahlt sich hier aus! Schütteln erlaubt!
6. Häufige Fehler beim Mischen von E-Liquids
Auch erfahrene Dampfer machen gelegentlich Fehler beim Mischen von DIY E-Liquids. Hier sind einige der häufigsten Stolpersteine:
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- Zu viel oder zu wenig Aroma: Eine falsche Dosierung kann das Liquid entweder zu intensiv oder zu fade machen. Halte dich an empfohlene Mengen und passe diese schrittweise an.Fange an mit einem minimum.
- Ungenaues Abmessen: Kleine Ungenauigkeiten können große Auswirkungen auf das Endergebnis haben. Verwende stets präzise Messwerkzeuge.
- Fehlende Reifezeit: Ungeduld ist einer der größten Fehler. Gib deinem Liquid genug Zeit, um seinen Geschmack voll zu entfalten.
- Falsches Mischverhältnis von PG/VG: Ein unausgewogenes Verhältnis kann zu unerwarteten Dampf- und Geschmackserlebnissen führen.
- Schlechte Qualität der Zutaten: Minderwertige Aromen oder Basen können das Geschmackserlebnis negativ beeinflussen.
- Überlagerung ähnlicher Aromen (Muting): Werden zu ähnliche Aromen miteinander kombiniert, kann es zu einer Überlagerung kommen, wodurch einzelne Nuancen verloren gehen und das Liquid flach oder einseitig schmeckt. Daher denke daran, mach Platz und gib dem Aroma Zeit sich zu entwickeln.
Teil 2 Der interessantere Teil für dich
1.Vorwort: Der Aufbau eines E-Liquid Rezepts
Liquid-Rezepte bestehen aus mehreren Geschmacksschichten, die harmonisch zusammenspielen und das Dampfgefühl beeinflussen. Während einige Liquids voluminös und dekadent wirken, sind andere luftig und leicht. Oft ergänzen feine Aromen den Hauptgeschmack, statt nur linear zu sein. Inspiriert von der Parfümlehre unterteilen wir unsere Rezepte in Kopf-, Herz- und Basisnoten. Ein besonderer Dank gilt dem Reddit-Nutzer und DIY-Flavoristen ConcreteRiver, der dieses Konzept prägte
2. Kopfnoten (Topnotes)
Kopfnoten sind in der Regel besonders geruchsintensiv und scheinen separat auf dem Dampf zu sitzen, ohne wirklich in den Körper des Geschmacks überzugehen. Aufgrund der Wahrnehmung durch die Nase ist die Kopfnote der erste Geschmack eines Aromas oder Liquids, den man beim Inhalieren wahrnimmt. Besonders auffällige Kopfnoten sind Zitrusnoten oder Asche im Fall von Tabakaromen.
3. Herz- oder Körpernoten (Bodynotes)
Herznoten beschreiben den größten Teil des Geschmacks eines Aromas und bilden demnach den Hauptteil eines Liquids. Herznoten nimmt man weniger in der Nase und mehr im Mundraum wahr. Wenn du ein Käsekuchen-Liquidrezept entwickelst, dann sollte der typische Geschmack, den man von einem Käsekuchen erwartet, als Herznote in deinem Liquid vorkommen.
4. Basisnoten (Basenotes)
Basisnoten hingegen bilden das Fundament eines Liquids und bauen die faszinierende Brücke zwischen dampfen und essen, die das Kreieren eigener Liquid-Rezepte besonders spannend macht: Wie fühlt sich der Dampf eines Aromas oder Liquids im Mund an? Cremig, trocken, saftig, voluminös?
5. Mundgefühl
Mundgefühl entsteht durch bestimmte Aromen, die dem Liquid unterschiedliche Texturen verleihen, wir unterscheiden zwischen:
- Cremig:
- Voluminös:
- Wässerig:
- Trocken und crunchig:
- Süss:
6. Hauptaromen und Support-Aromen
Darüber hinaus lässt sich zwischen Hauptaromen und Support-Aromen unterscheiden. Ein Blaubeerjoghurt-Liquidrezept nutzt beispielsweise ein oder mehrere Blaubeeraromen, um den Hauptgeschmack „Blaubeere“ zu transportieren. Die geringe Zugabe einer Zitronen-Kopfnote sorgt dafür, dass der Blaubeergeschmack sich vom Joghurtaroma abhebt, das in den Herz- und Basisnoten angesiedelt ist. Die Blaubeeraromen sind in diesem Fall das Hauptaroma, während das Zitronenaroma ein Support-Aroma ist. Berücksichtigt man all diese Komponenten beim Erstellen eines DIY Liquids, so entsteht ein geschmacksintensives, gesättigtes Liquid, das einem vermeintlichen „Premiumliquid“ in nichts nachsteht (und oftmals sogar besser schmeckt, da du beim Entwickeln eigener Liquid-Rezepte jede Stellschraube an deine persönlichen Vorlieben anpassen kannst).
10. Quellen, Links, Video’s
Paarungstabelle: https://www.misteliquid.co.uk/blog/flavour-chart-diy-e-liquid-flavour-pairing-guide/
Misch Tipps: https://vapicon.de/
Video 3 Stück: https://www.youtube.com/channel/UCwsj12ePEe6NnzfWrCNGBdg
Du möchtest nicht selber mischen? Kauf dir eine fertigmischung: Hier bekommst du es: Mein Konto
Weitere Tipps zum Lesen
Selbermischen mit Tools: DIY E-Liquid mit Online Tools
Aroma wo kaufen mit Tipps: Aroma Shopping
Geschmackserlebnis: Geschmackssinn
Rezepte zum starten: Rezepte
11.Unser Fazit: Learning by Doing
Wir haben unsere ersten Schritte mit DIY E-Liquids gemacht, unsere minimale Erfahrung mit wertvollen Informationen aus dem Netz ergänzt und alles selbst ausprobiert. Heute können wir mit Stolz sagen, dass wir die Basics des Selbermischens kennen – doch die Reise hört nie auf. Jeden Tag experimentieren wir aufs Neue, entdecken spannende Kombinationen und lernen dazu. Es ist vollkommen in Ordnung, eigene Wege zu gehen und Dinge anders zu machen. Denn nur so findet man heraus, was wirklich gut funktioniert – und was vielleicht weniger. In diesem Sinne: Happy Mixing!
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